DECHEMAX Initiative für Chemische Technik und Biotechnologie

Ausgabe 1/2014

Ausgabe 1/2014

DECHEMAX - Newsletter

Ausgabe 1/2014

Herzlich willkommen zu unserem ersten DECHEMAX-Newsletter im Jahr 2014!
Wir freuen uns, dich wieder mit Neuigkeiten aus Chemie und Technik sowie über den DECHEMAX-Schülerwettbewerb zu informieren, dessen zweite Runde im Mai zu Ende gegangen ist.

Außerdem haben wir wieder einen Artikel über ein spannendes Thema aus Chemie/Biotechnologie für dich aufbereitet.

Wie immer haben wir auch ein kleines Rätsel erstellt. Die Lösung findest du ab auf dieser Seite.

Viel Spaß beim Lesen wünscht dir

dein DECHEMAX-Team

max_2013

Wettbewerb 2013/2014 - Das Periodensystem der Elemente

Wir beschäftigten uns in diesem Schuljahr mit dem Baukasten, aus dem die ganze Welt besteht: den chemischen Elementen. Ihr Aufbau und ihre Eigenschaften folgen ganz bestimmten Regeln. Die Existenz einiger Elemente war deshalb schon vorhergesagt, bevor sie überhaupt entdeckt wurden! Viele sind recht unbekannt - trotzdem sind sie extrem wichtig für technische Produkte, die aus unserem Alltag nicht wegzudenken sind. Wo sind die Elemente in der Natur zu finden? Wie bereiten wir sie auf und wo kommen sie in Forschung und Technik zum Einsatz? Das waren Fragen in der ersten Runde unseres Wettbewerbes. Und sehr viele wollten mitmachen: der Wettbewerb bescherte uns einen neuen Anmelderekord mit über 3.300 Teams! Dies sprengte dann auch beinahe unsere Kapazitäten, was die Korrektur der einzelnen Aufgaben, das Beantworten von Mails,... anging. Weitere Zahlen zum Wettbewerb findest du weiter unten (Statistik).

In der ersten Runde beschäftigten wir uns unter anderem mit Fragen zu einzelnen Elementen wie Kohlenstoff oder Quecksilber, tauchten ein in die Geschichte des Periodensystems, gingen dem Phänomen des Magnetismus auf den Grund und gingen mit Hilfe von Isotopen auf Spurensuche.

Wer noch immer nicht genug und gleichzeitig wenigstens 6 Punkte hatte, durfte in der zweiten Runde mit einzelnen Metallen experimentieren. Manch einer war erstaunt, welch schöne Farbenspiele man mit Eisen oder Kupfer produzieren konnte. Und wusstest du, dass in manchen Cornflakes Eisen enthalten ist?

Wie immer bekamen wir viele tolle Protokolle der teilnehmenden Teams zu lesen. Und so haben wir auch eine ganze Reihe von ihnen mit Buchpreisen und Zeitschriftenabos prämiert.

Auf die drei Siegerteams freuen wir uns schon. Wir werden sie zur Preisverleihung Ende September in Aachen begrüßen. Und sicher werden wir dir auch wieder in unserem nächsten Newsletter davon berichten.

Wenn du nun Lust bekommen hast, auch beim Wettbewerb mitzumachen, dann merke dir schon einmal diesen Termin vor: ab dem 1. Oktober ist die Anmeldung für den 15. Wettbewerb geöffnet. Du hast also noch den ganzen Sommer Zeit, dir ein Team zusammenzustellen. Voraussetzung: du bist in einer der Klassen 7 bis 11.

 statistik

Ein paar Zahlen zu unserem Wettbewerb

Wie weiter oben schon erwähnt, hatten wir in diesem Wettbewerb die Rekordmarke der Anmeldungen geknackt: genau 3.358 Teams meldeten sich dieses mal an. Und auch das haben wir ausgewertet: es gab 1.723 männliche und 1.635 weibliche Teamleiter(innen). An uns liegt es also nicht, wenn es in Zukunft an weiblichen Führungskräften mangelt!

Wir haben auch einmal nachgeschaut, wo unsere Teams herkamen:
271 Teams aus Baden-Württemberg
347 Teams aus Bayern
31 Teams aus Berlin
125 Teams aus Brandenburg
14 Teams aus Bremen
57 Teams aus Hamburg
332 Teams aus Hessen
45 Teams aus Mecklenburg-Vorprommern
530 Teams aus Niedersachsen
740 Teams aus Nordrhein-Westfalen
432 Teams aus Rheinland-Pfalz
44 Teams aus dem Saarland
148 Teams aus Sachsen
24 Teams aus Sachsen-Anhalt
105 Teams aus Thüringen
12 Teams aus dem Ausland
bei 3 weiteren Teams konnten wir anhand der Angaben kein Bundesland ermitteln.

Von diesen Teams hatten 947 einen ausreichend langen Atem und haben es in die zweite Runde geschafft. Damit waren sie berechtigt, uns ein Protokoll einzusenden. Experimentiert und von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht haben 524 Teams. 43 von ihnen wurden von uns mit Preisen (Buchpreise, Zeitschriften-Abos, Sonder- und Hauptpreise) ausgezeichnet.

Auch die Verteilung über die teilnahmeberechtigten Klassen war interessant:
7. Klasse: es meldeten sich 302 Teams an, 55 davon sendeten ein Protokoll ein.
8. Klasse: es meldeten sich 865 Teams an, 144 davon sendeten ein Protokoll ein.
9. Klasse: es meldeten sich 1.112 Teams an, 156 davon sendeten ein Protokoll ein.
10. Klasse: es meldeten sich 677 Teams an, 98 davon sendeten ein Protokoll ein.
11. Klasse: es meldeten sich 402 Teams an, 71 davon ksendeten ein Protokoll ein.
Damit hatten die 7. Klassen das längste Durchhaltevermögen!

kleben
Was die Welt zusammenhält: Klebstoff-Forschung


Vor mir liegt mein Smartphone. Das Gehäuse besteht offensichtlich aus mehreren Teilen, die miteinander verklebt sind. Auf dem Bildschirm ist außerdem eine Folie angebracht, die ihn vor dem Zerkratzen schützen soll. Auch das Buch auf meinem Schreibtisch hat eine Klebebindung, und daneben steht die Tesafilmrolle für alle Fälle.
Wer einmal darauf achtet, stellt schnell fest, was unsere Welt zusammenhält: Geklebt wird aller Orten. Aber damit das funktioniert, müssen eine ganze Menge Voraussetzungen erfüllt sein.
Ein Klebstoff verbindet zwei Werkstücke, indem er an beiden Seiten haftet. Das kann dadurch geschehen, dass er Klebstoff in einem Lösemittel aufgetragen wird. Früher kam daher der typische Geruch, heute gibt es viele Klebstoffe auf Wasserbasis. Der Klebstoff kann sich so gut verteilen, und wenn das Lösemittel verdampft, bleibt eine gleichmäßige dünne Klebeschicht zurück. Oder man verwendet zum Beispiel Zweikomponentenkleber. Hier findet eine chemische Reaktion statt: in der ersten Komponente sind kleine Moleküle (Monomere) enthalten. Die zweite Komponente setzt eine chemische Reaktion in Gang, bei der lange Ketten (Polymere) entstehen, so dass die Schicht fest wird.
Je nachdem, welche Materialien man verkleben will, muss man den richtigen Klebstoff auswählen: Er muss beide Oberflächen möglichst gut benetzen, darf nicht zu tief eindringen und soll nach dem Aushärten möglichst lang halten. Manche Klebstoffe müssen wasser- oder hitzebeständig sein, andere dagegen – zum Beispiel in Autos – sollen sich nach Gebrauch gezielt wieder lösen lassen, damit verschiedene Materialien für das Recycling leicht voneinander zu trennen sind. Im Extremfall benutzt man sogenannte Haftvermittler, die quasi den Klebstoff an die Oberfläche kleben.
Kein Wunder, dass es so viele unterschiedliche Klebstoffe gibt. Und kein Wunder, dass immer noch daran geforscht wird! Denn wenn neue Materialien entwickelt und eingesetzt werden, wird sehr häufig auch ein neues Klebeverfahren gebraucht. Ein Beispiel: Vielleicht kennt ihr elastische Silikone von zuhause; sie werden gerne für Kuchenbackformen verwendet. Solche Silikone haben eine „inerte“, das heißt sehr glatte und chemisch kaum angreifbare Oberfläche. In einem aktuellen Projekt wird erforscht, ob man ihre Oberfläche mit Hilfe von UV-Licht umwandeln, so dass eine ganz dünne „klebefreudige“ Deckschicht entsteht.  In einem anderen Projekt arbeiten Wissenschaftler daran, für die oben schon erwähnten Zweikomponentenkleber bessere Mischer zu entwickeln. In der Automobilindustrie werden sie viel benutzt. Die beiden Komponenten müssen dabei sehr genau und gleichzeitig schnell miteinander vermischt werden. Das soll nun mit Hilfe von Ultraschall verbessert werden. Und dann gibt es eine ganze Reihe von Forschungsprojekten, wo getestet wird, wie lange Klebstoffe halten und wie man erkennt, dass eine Klebeverbindung „altert“ – damit sich das Handy oder das  Auto nicht plötzlich in seine Einzelteile zerlegt.

fragezeichen

Rätsel:

Inspiriert vom Wettbewerb haben wir hier noch einmal ein paar Elemente versteckt. Senkrecht, waagrecht, diagonal, vorwärts, rückwärts - du kennst das bestimmt. Suche die Elemente anhand der gegebenen Beschreibungen.

  1. Das erste und das leichteste unter den Elementen.
  2. Ein Edelgas: ein tiefer Atemzug davon macht dich zur Micky Maus.
  3. Sorgte früher in Glühbirnen für Erleuchtung
  4. Leuchtet ganz besonders rot in der Flamme des Bunsenbrenners
  5. In Zähnen und Knochen geht's nicht ohne. Viel davon steckt in Milch.
  6. Den brauchen wir wie die Luft zum Atmen.
  7. Wie aus der Hexenküche: Gelbe Dämpfe und Gestank
  8. Im Mittelalter beliebt bei Giftmördern und Pferdehändlern
  9. Einfach nur edel - und deshalb begehrt
  10. Neben Quecksilber das einzig flüssige Element bei Zimmertemperatur
C  M S A U E R S T O F F  X
 F A  H  U  Z  T  P  I B  J F  N  M
 E R L  T  S  H  A R  T  G O L D
 D  S E C  M  N O  B  V  X T  P  L
 F  E F  H I M  G  Z M  U S  I  K
 D  N E  E  C U  H  E U M R  A  X
 Y R W  L  N  T M U I L E H  N
 I  V H  A  R  E  R S H  E S  E  U
 H  N C  O  K  L  N  E T  C S  P  K
 E  N S  B  A  H  J  U I  H A  M  R
 Z  I  B  D M A R F L O W  O  N

 >> zur Lösung auf dechemax.de

 

Die Lösung des Rätsels aus dem letzten Newsletter:

rebus

1. Bild: Hand, 2. und 3. Buchstabe werden gestrichen: => HA

2. Bild: London, nur der 1. und 2. Buchstabe: => LO

3. Bild: Gen, Merhzahl: => GENE


Das Lösungswort lautet also: HALOGENE

 

 

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