DECHEMAX Initiative für Chemische Technik und Biotechnologie

Ausgabe 2/2012

Ausgabe 2/2012

Herzlich willkommen zu einem weiteren Newsletter!
Wir freuen uns, dich wieder mit Neuigkeiten aus Chemie und Technik sowie über den vergangenen und den neuen DECHEMAX-Schülerwettbewerb zu informieren.

Außerdem werfen wir in dieser Ausgabe einen kleinen Rückblick auf die ACHEMA 2012.

Viel Spaß beim Lesen wünscht dir

dein DECHEMAX-Team


max_klWettbewerb 2012/2013

Kunstgriffe der Natur

Der dreizehnte DECHEMAX-Schülerwettbewerb startet im November. Dieses Mal lautet das Motto "Kunstgriffe der Natur - Die Wunder der Natur naturwissenschaftlich beleuchtet". Dabei werden wir unseren Blick über die Welt schweifen lassen und uns anschauen was dort spannendes passiert. Wir werden uns mit Überlebenskünstlern, Geologie, der Tiefsee und vielem mehr beschäftigen, sowie dem Nutzen für den Menschen nachgehen. Natürlich wird wie immer nicht nur gestaunt, sondern den Dingen auch auf den Grund gegangen.

Anmeldungen für den Wettbewerb sind seit dem 1. Oktober möglich. Letzter Tag dafür ist der 21. November. Start für die erste Frage ist der 15. November 2012. Dann heißt es wieder 8 Fragen beantworten und mit mindestens 6 Punkten in die zweite Runde des Wettbewerbs einziehen. Für die Siegerteams winken erneut 250,- € Preisgeld pro Person!


max_72_klWettbewerb 2011/2012 - Alltag 2050

Siegerehrung bei der ACHEMA

Die Sieger des zwölften DECHEMAX-Schülerwettbewerbs "Alltag 2050" hatten die große Ehre im Rahmen der Eröffnungssitzung der ACHEMA 2012 in Frankfurt am Main ausgezeichnet zu werden. Die Preise wurden übergeben von der damaligen Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt Dr. h.c. Petra Roth sowie vom Vorsitzenden der DECHEMA Dr. Hans Jürgen Wernicke. Zusätzlich zu ihrem Preisgeld konnten die Gewinnerteams außerdem kostenlos einen Tag auf der ACHEMA, dem Weltgipfel der Chemischen Technik und Prozessindustrie, verbringen. Unten seht ihr die glücklichen Gewinner "Doctori", "-JADE-" und "Fluchtweg" nach der Preisverleihung auf der Bühne:

Siegerehrung-DECHEMAX 

 


achema_siegel

Schülerveranstaltungen auf der ACHEMA

Gut gefülltes Forum für Schüler

Die ACHEMA richtet sich nicht nur an Fachbesucher aus der Industrie und Forschung. Es werden auch Veranstaltungen für Schüler angeboten, in denen sich diese über Berufswege im Bereich der Biologie und Chemie informieren können. An beiden Tagen reichten die gestellten Stühle im Forum der Messe gar nicht aus, so dass auch die große Treppe zum Sitzen genutzt werden musste.

Auf dem Podium standen junge Absolventen verschiedenster Studiengänge und informierten über ihren Werdegang und die verschiedenen Studienmöglichkeiten. Am Ende gab es die Möglichkeit Fragen zu stellen, was von einigen Interessierten eifrig genutzt wurde.

Und nun mach dir selbst ein Bild von den erfolgreichen Schülerveranstaltungen der ACHEMA 2012:

ACHEMA-Schülerveranstaltung 

 


Flotation

Wenn Erze sich einfach mal treiben lassen...

Wie trennt man Erze? Man lässt sie schwimmen. Klingt komisch - und ist richtig spannend!

2012-2-Prominenthill-flotation 
 Quelle: Wikipedia

Denn das Prinzip der Flotation ist eigentlich recht einfach; man kann es zum Beispiel beobachten, wenn man sehr schmutzige Hände mit sehr viel Schaum wäscht. Dann kann es passieren, dass kleine Schmutzteilchen oben im Schaum "hängenbleiben", obwohl sie eigentlich schwerer als Wasser sind und auf den Boden des Waschbeckens sinken müssten.

Was passiert da? Je nach Beschaffenheit ihrer Oberfläche sind die Schmutzpartikel mehr oder weniger hydrophob, also "wasserscheu". An hydrophobe Oberflächen können sich Luftbläschen anheften; sie tragen das Schmutzteilchen wie ein Luftkissenboot nach oben. Teilchen mit hydrophiler Oberfläche, die gut von Wasser benetzt werden und wo sich keine Bläschen anheften, sinken zu Boden. Die Dichte der Teilchen ist also unerheblich, es kommt auf ihre Oberflächeneigenschaften an.

2012-2-Flotation_cell 
Quelle: Wikipedia

Dieses Prinzip macht man sich unter anderem im Bergbau, bei der Abwasserreinigung, der Reinigung von Böden und beim "Deinking" bei der Wiederverwertung von Papier zunutze. Bei der Aufbereitung von Wertstoffen, zum Beispiel Erzen, ist die Flotation eines der wichtigsten Anreicherungsverfahren. Dazu werden die Erze sehr fein gemahlen. Gut, könnte man jetzt sagen, dann habe ich also hinterher zwei Fraktionen - das Flotat (das, was oben schwimmt) und die Sedimente - und wenn ich Glück habe, sind in einer der beiden eins oder mehrere interessante Minerale angereichert. Doch es geht noch weiter: Man kann die Flotation nämlich durch Zusätze beeinflussen. Dazu gehören Schäumer, die dafür sorgen, dass die Blasengröße möglichst gleichmäßig und stabil ist. Es gibt aber auch Reagenzien, die sich bevorzugt an bestimmte Mineraloberflächen anheften und wiederum beeinflussen, ob diese dann hydrophob oder hydrophil sind. "Sammler" sorgen dafür, dass das gewünschte Mineral sich im Schaum wiederfindet, während "Drücker" es hydrophob machen und so auf den Boden sinken lassen. Wie die einzelnen Substanzen auf verschiedene Materialien wirken, hängt unter anderem auch vom pH-Wert und von der Anwesenheit sonstiger Ionen ab. Ein Beispiel:

Will man Galenit (Bleisulfid) und Sphalerit (Zinksulfid) von Quarz trennen, so kann man in einem ersten Schritt Xanthogenat zugeben. Dieses Molekül hat ähnlich wie ein typisches Waschmittelmolekül einen hydrophoben langkettigen Teil und einen geladenen Kopf. Der geladene Teil lagert sich an Galenit an, nicht aber an Quarz. Um die Adsorption an Sphalerit zu verhindern, wird ein "Drücker" zugegeben. So wird nur der Galenit von Xanthogenat-Teilchen mit hydrophoben Resten "umlagert". Dieses Gebilde ist hydrophob, Galenit sammelt sich im Schaum und kann abgeschöpft werden.

Im zweiten Schritt wird ein "Beleber" zugegebene, zum Beispiel Kupfersulfat. Es macht die Oberfläche des Sphalerits wieder zugänglich, so dass das Xanthogenat andocken kann und jetzt der Sphalerit oben im Schaum schwimmt, während der Quarz weiterhin unten in der Suspension bleibt.

Ähnlich funktioniert die Aufbereitung von stark zerkleinerten Kunststoffgemischen. Dank der Vielzahl an Wechselwirkungen zwischen den Stoffen, die man trennen will, und den Zusätzen, die als Sammler, Drücker oder Regler eingesetzt werden, kann man für viele verschiedene Trennprobleme geeignete Verfahren entwickeln. Gleichzeitig ist das Ganze aber sehr kompliziert, und die jeweiligen Randbedingungen müssen genau eingehalten werden.

Da bisher auch einige umweltgefährdende Substanzen als Zusätze bei der Flotation verwendet werden, laufen inzwischen eine ganze Reihe von Forschungsprojekten, bei denen biologisch abbaubare Substanzen erprobt werden. Ein ganz altes Verfahren mit jeder Menge aktueller Forschung!

 


wita2012Wissenschaftstage 2012

Nanotechnologie und Kerzenschein

Auch in diesem Jahr werden wieder zwei Wissenschaftstage für Schüler im DECHEMA-Haus in Frankfurt am Main angeboten. Am 14. November geht es los mit dem Vortrag "Alles Nano... Chemische Nanotechologie als Spagat vom 19. ins 21. Jahrhundert". Peter Heinzerling, Hannover, zeigt den Wandel der Nanochemie von ihren Ursprüngen im 19. Jahrhundert - der Kolloidchemie - bis zum 21. Jahrhundert - einer top-aktuellen Materialwissenschaft. Geeignet ist dieser Vortrag eher für Oberstufenschüler.

Einen zweiten Vortrag gibt es dann am 21. November mit dem Thema "Ein Lichtlein brennt - Experimente mit und über Kerzen" von Dr. Gerhard Heywang. Kerzen spenden Licht und Wärme und verbreiten dabei auch noch eine feierliche Stimmung. Wohl kaum jemand macht sich dabei Gedanken, wie Kerzen eigentlich funktionieren. Rechtzeitig vor Advent bzw. Weihnachten beantwortet der Experimentalvortrag u.a. die Fragen: Warum brennt eine Kerze? Was passiert in der Flamme?

Weitere Informationen findest du auf der Webseite der Wissenschaftstage.


Glückwunsch zum 20-Jährigen

Der Förderverein Chemie-Olympiade (FChO) wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Der in Leipzig ansässige Vereine unterstützt die DECHEMA seit einiger Zeit in Form des Sonderpreises beim DECHEMAX-Schülerwettbewerb. Bei Experimentalseminaren kann sich ein Team eine Woche lang intensiv mit Forschung im Labor auseinander setzen.

Daher an dieser Stelle von uns einen herzlichen Glückwunsch an die FChO!


fragezeichenMoleküle-Raten

Für Farbe auf dem Küchentisch

Das heute gesuchte Element bringt tatsächlich Farbe auf den Küchentisch, wenn darin auch nicht seine Hauptverwendung liegt. Es wird zur Färbung von Gläsern oder zur Dekoration von Porzellan bzw. Keramik verwendet.

Ein schwach radioaktives Isotop dieses Elementes wird zur Bestrahlung von Lebensmitteln verwendet, um Keime abzutöten.

Auch für den Menschen ist dieses Element wichtig. Es kommt als Zentralatom in einem Vitamin der B-Gruppe vor. Dieses Vitamin findet man besonders häufig in tierischen Nahrungsmitteln, wie Fisch, Fleisch oder Leber.

Seinen Namen hat das Element übrigens im Mittelalter von Bergleuten bekommen. Sie hielten damals nicht verhüttbare Erze für von Geistern verzaubert. Deshalb bekam das hier gesuchte Element den Namen, der an einen kleinen Waldgeist erinnert.

Wie heißt das Molekül?

(Die Auflösung erfahrt ihr im nächsten Newsletter)

Das im letzten Newsletter gesuchte Molekül war die Zitronensäure.


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Schülerclub: Die Zeit nach der Schule

...und jetzt?

Deine Schulzeit ist beendet und Du fragst Dich, was nach dem Schülerclub kommt? Du möchtest vielleicht sogar den Naturwissenschaften oder den Ingenieurwissenschaften treu bleiben, vielleicht etwas in diese Richtung studieren?
Als (ehemaliges) Mitglied des DECHEMAX-Schülerclubs kannst Du leicht in die "Abteilung Erwachsene" wechseln. Voraussetzung ist, dass Du wenigstens ein Jahr im Schülerclub dabei warst.
Dann kannst Du ein Jahr kostenlos Mitglied bei der DECHEMA werden!

Du möchtest genauer wissen, was die DECHEMA für Dich als Student zu bieten hat? Dann wirf einen Blick in den Flyer.

Wenn Du daran interessiert bist, dann fülle einfach im Mitgliederbereich des Schülerclubs den Antrag für den Wechsel zur DECHEMA aus.


 

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